Un-Norm-alität

In einer - über Jahrhunderte - durch und durch  genormten „Norm-Gesellschaft“ wird die „Un-Norm-alität“ des Individuums dazu führen, dass Normen den Anforderungen der hiesigen „Normen-Gesellschaft“ – mit ihren oftmals ungesund geschaffenen Strukturen- nicht mehr standhalten werden, denn … „Un-Normale“ kreieren den Auslöser innerhalb der genormten Gesellschaft für all das, was sich abhebt, anders als bisher ist, unangepasst ist, entgegen eingefahrener Strukturen ist, oftmals nicht gesund und förderlich ist, nicht im Sinne des Lebens ist, welches u.a. Vielfalt und nicht Einfalt wünscht.

 

 „Un-Normale“ brechen damit Stück um Stück eine Norm hin zur Anomalie auf, zu sichtbar gelebter Abweichung all dessen, was (auch) bislang Gesellschaft konditioniert, reglementiert und in ihren beschränkten Denkansichten und Handlungsweisen gehalten hat.

 

„Un-Normale“ Individuen bereiten damit den Weg hin zu einer neuen Form des Menschseins, des Zusammenlebens … einer gänzlich anderen Welt, als wir sie seit langen Zeiten erleben.


Jens Zurmühlen 

Ohne Heim

In diesen Zeiten des weltumspannenden Wandels in allen Gesellschaftsschichten und im eigenen Leben hat jeder mit seinen individuellen Herausforderungen zu tun. Da fällt es oft nicht leicht den Blick hinzuwenden zu Menschen, die oft schon seit Jahren am sogenannten „Gesellschaftsrand“ leben. Menschen, die jetzt wieder zunehmend in den Fußgängerzonen der Städte zu sehen sind.  Manche von ihnen erscheinen aufdringlich, sehr viele aber sitzen nur still dort auf dem Straßenpflaster, unter den Brücken, in den Grünanlagen der Stadtparks. Nur ein paar Minuten Zeit der Hinwendung, des kurzen Gespräches reicht oft, um Teile ihrer Lebensgeschichte zu erfahren. Ich möchte – gerade in diesen für alle anstrengenden Zeiten – auch auf diese Menschen, die ebenso unsere „Brüder und Schwester“ in der  Menschheitsfamilie sind, hinweisen. Vergessen wir sie nicht und … helfen wir auch all denjenigen, die jeden Tag ihres Daseins auf der Suche nach Nahrung und einem sicheren Platz der Nachtruhe sind, wo sie sich ein wenig ausruhen können von ihrer anstrengenden Reise. Ein paar „Taler“ für sie, der Kauf einer warmen Mahlzeit und ganz sicher die Hinwendung zu ihnen und das Gespräch, sind Gesten des menschlichen Miteinanders und der Hilfe. Mehr und mehr wird es darauf ankommen, uns wieder als Menschheitsfamilie zu betrachten und wahrzunehmen und … zu helfen, wo und wie immer wir dazu in der Lage sind. 

https://youtu.be/D8yGHHDHlao


Jens Zurmühlen 

Wahrheit

In dieser großen Wandlungszeit,

der Weissagung von früher gleich,

wird „Un-Ordung" die Welt erfassen,

und kein Stein auf dem andern lassen.

 

Das Menschenkind lebt mittendrin,

doch kaum einer erkennt den Sinn,

vom Chaos außen, gleichwohl innen,

es scheint die Welt ist wie von Sinnen.

 

So schmerzhaft doch der Zustand ist,

von überall erscheint das Licht.

Im Herzen mut'ger Ehrlichkeit,

im Zentrum von Aufrichtigkeit,

der Menschenwesen hier weltweit.

 

Die sich getrauen wahr zu reden,

werden nun kehren mit dem Besen,

die Lüge aus dem Weltgeschehen,

und nach dem Schmutz wird Mensch es sehen. 

 

Auch du, der dieses liest am Tag,

bist aufgerufen in die Schar,

der Wahrheitsrufer hier auf Erden. 

So wird es lichtvoll für Mensch werden.

- Jens Zurmühlen -