Erkennen

Erkennen setzt die Bereitschaft voraus - auch oder gerade - dem oftmals schier Unglaublichen Einlass in Sinne und Geist zu gewähren. Tore zu öffnen, die bis dato verschlossen waren. 

Ein offener Geist ist der Schlüssel zur „Er-Kenntnis", dem Meer zu Wissen und Weisheit, dem Unfassbaren ein Gesicht zu geben. Es in die Sicht- und Wahrnehmbarkeit zu bringen. 


> Jens Zurmühlen <

Züge

Auf hoher Brücke stehend, 

blick ich aufs Schienennetz vor mir. 

Gedanken in mir wehend, 

über uns Menschen und das „Wir". 

 

Wo ist das „Wir" geblieben? 

In unsrer heut’ gen Zeit? 

Wo Nähe wird vermieden, 

Distanz die Menschheit treibt? 

 

Mich lehrt der Zug auf Gleisen, 

der zu dem Bahnhof fährt, 

dass jede Seel´ auf Reisen, 

ihr eigen Leben klärt. 

 

So ist´s nicht recht zu meinen, 

der andre Weg ist irr. 

Am End´ ist jede Zugfahrt, 

doch Ausdruck jenes „Wir". 

 

Mag der Verstand uns noch so trennen, 

und  in die Blindheit lässt verrennen. 

So treffen wir uns all dort wieder, 

wo jeder Zug sein End´ erreicht, 

vergehen alle Menschen Glieder, 

die Seel´ geht ein in Gottes Reich. 


> Jens Zurmühlen <

Freie Wahl

Die Welt, ein Ort von Licht und Schatten.

So ist's gewollt von Anbeginn.

Der Mensch, er kann sich nicht abkappen,

soll finden hier im Spiel den Sinn.

 

So darf er frei entscheiden,

von Dingen, die um Einlass bitten.

Der Liebe oder Leiden.

Ein jedes Körnchen lässt sich picken.

 

Was ihm gut tut oder erzürnt,

ist seine freie Wahl,

so manches ihn bestürmt,

nichts davon ist doch schal.

 

„Sei auf der Hut, du Menschenkind,

schärf aufmerksam die Sinne.

Auch prüfe wohl was für dich stimmt,

bleib auf der Liebeszinne.

 

Acht auf dein Herz, den Liebesort,

es wird den Weg wohl weisen.

So kehrt es Schattenhaftes fort,

und wird dich lichtvoll speisen."


> Jens Zurmühlen <

Winterruh

Der Winter naht mit schnellem Schritte,

Mutter Natur legt ihre Ruhe ein.

Wir - die Menschen - Teil ihrer Mitte,

wo alles ist natürlich rein.

 

Nun ruh dich aus, du Menschenkind,

hast vieles in dem Jahr vollbracht.

Leg Tun und Schaffen vor dich nieder,

gönn Ruhe jedem, deiner Glieder.

 

Und gönne auch dem Geiste nun,

ein Päuschen für die Schaffenskraft.

Denn dieser hatte viel zu tun,

hat unablässig viel geschafft.

 

So wie die Flocke einer weißen Pracht,

sich ruhig legt mit sanftem Fall,

ein zauberhaftes Kleidchen schafft.

 

Geh mit des Winters Ruhe Hand in Hand,

und schöpfe Kraft fürs neue Band,

des neuen Jahres, welches dann,

dich wieder zieht in seinen Bann.


> Jens Zurmühlen <

"Far and Beyond" ... weiter und darüber hinaus

Alles fließt, alles bewegt sich rhythmisch, es gibt keinen Stillstand.

Nichts bleibt wie es war, alles vergeht, alles entsteht neu und immer wieder.

Festhalten wollen bedeutet, sich dem Leben in den Weg zu stellen und den natürlichen Fluss zu behindern.

Da wo wir heute sind, werden wir morgen nicht sein.

Das, was war, ist vergangen und Neues füllt die Räume auf.

Im Körper lebt Erfahren, im Geist verbindet sich Erfahrung mit Wissen und Weisheit.

In der Stille lebt Ruhe, im Lärm die „Un-Ruhe"

Morgendliche Gedanken zum „Nach-Denken" und  
„Nach-Sinnen".


> Jens Zurmühlen <

Umarmung

Ich umarme Dich, 

Du umarmst mich. 

Unsere Münder sind stumm, 

denn es gibt ein „Warum".
 

Alle Worte vergehen, 

nur Herzen doch wehen.
 

Im „Zugeneigt" sein, 

zerbricht jeder Stein.

Gedanken sind leise,

lass uns beginnen die Reise.
 

Im Sein vereint, 

der Liebe entkeimt.

Geborgen am Orte, 

der „nicht sagenden" Worte.


> Jens Zurmühlen <

Morgenruh

In den frühen Morgenstunden, 

blicke ich zum Baum vor mir. 

An der Rinde seh ich Wunden. 

Lieber Baum, was war mit Dir?


Lange Zeiten stehst Du hier, 

fest verwurzelt, stark die Krone. 

Pflanzen um Dich, viel Getier.


Durch die Zweige schimmert zart, 

Lichterglanz von tausend Sternen. 

Sanfte Anmut, nichts wirkt hart, 

eine Pracht von Nachtlaternen.


Du mein Freund, ich spür Dich sehr, 

bist heut früh so nah bei mir.

Um Dich zieht ein Sternenmeer, 

und ich fühl erneut das „Wir". 

All vereint auf dieser Welt, 

unter Gottes Himmelszelt. 


> Jens Zurmühlen <

Alles leben, alles sein

Dreh dich wild im Wind,

sei häufig ein Kind.

Reit auf allen Wellen,

hüt' dich nicht vor Dellen.

Gleit mutig durchs Leben.

nimm mit jedes Beben.

 

Leb heut Schwester, Bruder,

deine Hand fest am Ruder.

Im Anfang liegts Ende,

nichts bleibt ewig gleich.

Nimm auch jede Wende,

knüpf sehr viele Bände.

Sei frech und sei schrill,

und manchmal ganz still.

 

Erfahr dich im Sein,

bleib stark wie ein Stein.

Sei sanft wie die Muse,

und lehne dich an mit Geschmuse.

Sei zweifelnd und klar,

ja auch mal sehr sonderbar.

 

So bist du gewünscht,

in Farben getüncht.

Nicht blass, sondern bunt,

mal kantig, mal rund.

> Jens Zurmühlen <

Ruhepol Natur

Hetzen, rennen, Technik klemmen, 

unterm Arme und in Eile, 

Keine Zeit für ein „Verweile". 

Hektisch blickend links und rechts, 

vorn, zurück, schau wie du ächzt.


Zeit ist alles, Zeit ist nie, 

stehst ja häufig bis zum Knie, 

tief im Schlamm vom Stressgerenne, 

deines wilden Tages Tun. 

Halte inne und erkenne, 

Pause lässt dich wirklich ruhen. 


Gebiet Einhalt dieser Last, 

gönn dir häufig eine Rast. 

Lege alles ab von dir, 

setz dich zu mir, spür das „Wir".


Du und ich, nennst mich Natur, 

führe dich mit viel Bravour. 

Gönn dir Ruh in jeder Zeit, 

bitte sei für mich bereit. 

Mir zu lauschen, sanft und leise. 

Dann bereit ich dir die Schneise, 

die ich form auf meine Art, 

nutz ihn nun, den ruhigen Pfad.


Ich nehm dir das schnelle Tun, 

schenk dir eine Zeit fürs Ruhen.


> Jens Zurmühlen <

Wind des Wandels


Wenn der Wind des Wandels weht, wird es Zeit für Dich.
Zeit die Nase zu recken, dem Wind entgegen, der frischen Brise.

Der Wind ist das Zeichen des Aufbruches, Zeit zu erkennen, dass die Dinge sich ändern wollen.
Er reinigt Deine Gedanken, er reinigt Dein Herz.
Erspüre ihn und lausche seinen Klängen.

Es ist Zeit los zugehen. Zeit für eine neue Richtung.
Er ist das Zeichen der Veränderung.
Lehne ihn nicht ab, nimm ihn in Dankbarkeit an und…habe keine Angst.

Der Wind des Wandels schickt Dir neue Kraft, neue Gedanken, neue Hoffnung.
Er steht für das Gute in der Welt. Stürmisch mag er Dir vorkommen.
Fast erdrückend zwingt er Dich aufrecht stehen zu bleiben und seiner Kraft zu strotzen.

Der Wind weiß um seine Kräfte, aber er weiß auch um die Deinen.
So bleib aufrecht stehen, schließe Deine Augen, öffne Dein Herz und nimm seine Botschaften an:

„Du liebevolle Seele,
Erkenne, dass Dein Weg hier zu Ende ist. Es ist Zeit die Richtung zu ändern.
Erkenne, dass Deine Gedanken gefangen sind in Ängsten und Misstrauen.
Ich, Dein Wind, trage es fort von Dir. Es ist nicht Teil von Dir.
Die frische Brise schenke ich Dir, das Gute schicke ich Dir mit meiner stürmischen Kraft.

Wenig musst Du tun, bleibe aufrecht stehen und nimm mein Geschenk entgegen.
Dann Mensch erkennst Du wieder Dich selbst und die Welt, von der Du ein Teil bist. Einzigartig, voller Vertrauen zu Dir und frei von allem Dunklen, das Dich am Boden hält.

Lass mich zu, sperre mich nicht weg, schütze Dich nicht vor mir mein Kind.

Vertraue mir … Deinem Wind, denn für Dich wurde ich geschickt.

Ich … der Wind des Wandels.“

> Jens Zurmühlen <

Niemals ist verboten ... 

- alles zu denken, was wir wollen.

- zu lächeln und anderen ein Lächeln zu schenken.

- helfen und dankbar Hilfe anzunehmen.

- in die Natur zu gehen, die Farben zu betrachten
   und zu atmen.

- unsere Lieben zu umarmen, zu küssen, zu streicheln, zu
   berühren. 

- Worte zu sprechen, die aus uns heraus möchten.

- zu Papier bringen, was uns bewegt, mit anderen zu teilen
   oder es einfach für uns sicher verwahrt zu wissen.

- Genuss zu empfinden bei dem, was wir lieben.

- im Alleinsein zur Ruhe kommen und Kraft zu
   sammeln.

- in der Zweisamkeit die Verbundenheit zu spüren.

- Dankbarkeit zu empfinden, für alles was wir besitzen, uns
    guttut und nährt. 

- gesegnet zu sein für das Geschenk, dass wir doch auf der
   wichtigsten, tiefen Ebene so sehr frei sind, frei im
   Denken, Fühlen und Handeln. 

Letzten Endes ist und wird das Wichtigste NIEMALS verboten werden (können):

Leben und Lieben 💗


> Jens Zurmühlen <

Die Menschen

Als die Menschen aufgehört haben zu kämpfen
… zog der Frieden in die Welt ein.

Als die Menschen aufgehört haben sich größer zu sehen als die anderen
… durften sie sich auf Augenhöhe begegnen.

Als die Menschen aufgehört haben andere mit ihrer Wut treffen zu wollen
… erkannten sie ihren eigenen Schmerz und wurden demütig.

Als die Menschen tief in sich selbst blickten
… fanden sie die Weisheit des Lebens.

Als ich diese Zeilen niederschrieb
… wünschte ich mir dabei sein zu dürfen und ein Teil von uns allen zu sein.

Wenn … ja wenn … all das passieren mag.

> Jens Zurmühlen <

Rose

Wer den Dorn der Rose nicht spürt …, wird ihre Blüte nie entdecken. 

Wer den einen Teil nicht sieht …, erfährt nie die Ganzheit von allem und ist auf einem Auge blind. 

> Jens Zurmühlen <

Lebensspuren

Wenn du dich einmal umdrehst und auf die bisherigen Fußabdrücke deines Weges blickst, so wirst du entdecken, dass sie manchmal so klar und kraftvoll in den Sand des Lebens gedrückt wurden und dich in Erstaunen versetzen über deine Kraft. 

 

Und gleichwohl erkennst Du Fußspuren, die der Wind und die Wellen sehr zerfurcht haben. 

 

Doch beides sind deine Abdrücke, welche auch nur deinen Weg abzeichnen. Du allein bist ihn gegangen, du allein hast sie in den Sand gedrückt. Sie führten dich ins Jetzt und in das, was jetzt ist. Das macht dich aus. Das bist du und niemand ging wie du diesen Weg. 

 

Es sind deine Wegspuren, die auf ewig im Sand des Lebens verbleiben. 

 

Alle waren wichtig, alle waren notwendig, alle sind es wert von dir anerkannt und geliebt zu werden … du Mensch.

> Jens Zurmühlen <

Spieglein, Spieglein

Treff' ich Menschen auf meinem Weg,

erstaunt‘s mich wie stimmig die „Spiegelei“ doch geht.

 

Oft seh´ ich mich im anderen Verhalten,

sehe das Wirken und das Gestalten.

Mein Lebenssein im wahren Sinn,

zeigt auch der Spiegel vom anderen, ein wertvoller Gewinn.

 

Gesetz des Spiegels, so weise in sich,

zeigt auch deine Seite, zeigt ebenso dich.

 

Wie wertvoll doch der Spiegel ist.

Nichts bleibt im Dunklen, nichts ist doch trist.

 

Vorbei der Fingerzeig aufs außen, 

erwacht mein Verstehen, 

meine Wahrnehmung dort draußen, 

von vielem Geschehen. 

 

Spieglein, Spieglein an der Wand,

lehre uns Menschen, nicht nur am Rand.

Mit deiner Botschaft hell und licht.

Und Mensch sich öffnet in seinem Ich.

> Jens Zurmühlen <